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Die alte Hansestadt Brilon

Wer durch die Altstadt Brilons spaziert, wandelt durch viele Jahrhunderte. Begegnet stummen Zeitzeugen, die, wenn sie erzählen könnten, bewegende Romane füllen würden. 973 erstmals erwähnt, mausert sich Brilon zu einer der bedeutendsten Hansestädte Westfalens und zu einer der flächenmäßig größten Städte Deutschlands.
Wir laden Sie zu einem Bummel durch die sehenswerte Altstadt der historischen Hansestadt ein. Anhand von Stadtplan, Luftbildern und nicht zuletzt aufgrund der Straßennamen ist der Verlauf der alten Briloner Stadtmauer noch gut zu erkennen. Da sich fast alle der Sehenswürdigkeiten innerhalb der alten Stadtmauer befinden, sind sie für den Besucher auf kurzen Wegen bequem zu erreichen.
Erleben Sie eine moderne, aktive Stadt in ihrem historischen Gewand und lassen Sie sich von dem harmonischen Miteinander des Gestern und Heute verzaubern. Als Orientierungshilfe führt Sie der Altstadtrundgang zu den markanten Punkten der Stadt und gibt Ihnen darüber hinaus zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten ausführliche Erläuterungen.

  • Brilons Dörfer

    16 ideale Ausgangspunkte für Ihre Urlaubsaktivitäten

    Brilons Dörfer sind ideale Ausgangspunkte zum Wandern, Radfahren und für andere Outdoor-Aktivitäten. Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Charakter: historischen Gebäude, Kunstschätze, Naturdenkmäler, Freizeitattraktionen. Umgeben sind sie von einem hochwertigen Wanderwegenetz, darunter erlebnisreiche Routen wie der Briloner Kammweg, der Geologische Sprung und Gewerkenweg oder der Waldfeenpfad mit seinen Erlebnisstationen.
    Brilon gehört zur Qualitätskooperation „Sauerland-Wanderdörfer“ – der ersten Qualitätsregion Wanderbares Deutschland. Auch attraktive Radwege wie der MöhnetalRadweg, der Alme-Radweg und die GeoRadroute führen durch die Region.

    Alme

  • Das Dorf an den Quellen

    Im kleinen Dörfchen Alme gibt es viel zu entdecken. So Haus Almerfeld, ein lang gestrecktes, stattliches Herrenhaus mit Staffelgiebeln und wappengeschmücktem Barockportal, die Pfarrkirche St. Ludgerus aus dem 18. Jahrhundert mit Barockaltar und gotischer Pieta oder die Lambachpumpe, von 1931 bis 1977 erste öffentliche Wasserversorgung in Alme.

    Anno 952 erstmals erwähnt, trennte sich der Ort im Mittelalter in zwei Landgemeinden. Nieder- und Oberalme besaßen jeweils bedeutende Adelssitze und gaben sich daher eigenständig. Erst 1928 verschmolzen die Dörfer wieder zur Ortschaft Alme. Spuren dieser Historie sind bewahrt geblieben.
    Die ehemalige Burg Niederalme wurde im frühen 18. Jahrhundert als dreiflügeliges Schloss Alme wieder aufgebaut. Burg Oberalme gehörte Heinrich dem Löwen und fiel mehrmals der Zerstörung anheim. In ihrem Platz steht seit 1717 der Gutshof Haus Tinne. Von dort aus führen die Franzosentreppen hinunter zu den Almequellen. Einst holten französische Adlige, die vor der Revolution geflohen waren, dort im Schutze der Nacht Wasser.

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  • Altenbüren

  • Ein Dorfplatz, der Geschichte erzählt

    Am Rande der Briloner Hochebene, an der Grenze zum Stadtgebiet Olsberg, liegt Altenbüren. Das Dorf ist um eine Quelle herum gewachsen, von den Bewohnern „Möhnekump“ genannt. Sie prägt den idyllischen Dorfplatz ebenso wie die „Burer Linde“ und  ein Gerichts- und Zehntstein.

    1553 errichteten die Altenbürener den 32 Meter hohen Kirchturm der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Erst mehr als 200 Jahre später kamen Chor und Sakristei hinzu. Sehenswert ist der Taufstein aus schwarz-weißem Sauerländer Marmor.

    Den Windsberg hinauf zieht sich ein Kreuzweg, dessen ältester Bildstock noch aus dem Jahr 1756 stammt. Einige Stationen sind aus Anröchter Sandstein geschaffen. Auf dem Berggipfel ragt ein großes Eichenkreuz mit einem geschnitzten, lebensgroßen Christus-Korpus empor – ein beeindruckender Anblick.

    Im Dorf- und Heimatmuseum entdecken Besucher einen Schlaf- und Wohnraum aus dem 19. Jahrhundert sowie alte bäuerliche und handwerkliche Geräte. Bilder, Bücher und Schriften vermitteln Eindrücke vom dörflichen Leben früherer Zeiten. Geöffnet ist an jedem ersten Freitag im Monat.

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  • Bontkirchen

  • Mitten im Naturpark Diemelsee

    Bontkirchen liegt im Naturpark Diemelsee, im schönen Tal der Itter. Der Fluss schlängelt sich durchs Dorf und mündet schließlich in den nahe gelegenen Diemelsee – eine natürliche Landesgrenze zwischen NRW und Hessen. Einige der umliegenden Wälder, Wiesen und Äcker gehören zum benachbarten Bundesland.

    Kunstkenner schätzen die gotische Madonnen-Statue in der denkmalgeschützten St.-Vitus-Kirche – eine meisterliche Bildhauerarbeit. Das aus Bamberger Sandstein gefertigte, mit Goldkrone geschmückte Abbild der Mutter Gottes aus dem frühen 15. Jahrhundert trägt das Jesuskind auf dem Arm.

    Wer in Bontkirchen Urlaub macht, hat es nicht weit bis zur Diemeltalsperre - ein fantastisches Revier zum Wandern, Radfahren und für Wassersport. Oberhalb des Dorfes erstreckt sich die weite, urtümliche Wald- und Wiesenlandschaft Huckeshohl. Dort leben Pferde und Hochlandrinder.

  • Brilon - Wald

  • Ein Ort mit Eisenbahngeschichte

    Brilon-Wald ist ein blühender Ort an der Grenze zu Hessen, am Rande des bekannten Rothaarsteigs. Wanderer erklimmen den Hohen Emberg, mit 796 Metern der höchste Berg im Stadtgebiet, wandern entlang der Wasserscheide von Rhein und Weser, die über den Höhenzug westlich von Brilon-Wald verläuft, oder unternehmen eine Tour zur sehenswerten Feuereiche am Rothaarsteig. Ein noch erhaltener Richtplatz diente im Mittelalter als Schauplatz für Prozesse.

    Nur Jäger, Holzfäller und Köhler streiften vor 150 Jahren durch die ausgedehnten Wälder des Hoppecketals. Doch Brilon-Wald war eine der ersten Orte, die durch die Bahn Anbindung an entfernt gelegene Städte fand. Die Eröffnung der Bergisch-Märkischen Eisenbahn im Dezember 1898 brachte der Wirtschaft der Region einen wichtigen Aufschwung – auch für den Tourismus.

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  • Esshoff

  • Das Kleinod im Arnsberger Wald

    Umgeben von grüner Natur, liegt Esshoff auf einer Bergkuppe im Arnsberger Wald an der Stadtgrenze zu Bestwig. Mit nur rund 80 Einwohnern ist das Dörfchen der kleinste Briloner Ortsteil. Der umliegende Forst lädt zu stundenlangen Wanderungen ein.

    Ein beschauliches Plätzchen ist der Marienhain mit der Mutter-Gottes-Kapelle. Von der 1989 erbauten Grotte aus haben Wanderer einen fantastischen Blick auf Wald und Flur. Die Madonna „Königin des Friedens“ hat seinerzeit eine Gönnerin im Wallfahrtsort Heede im Emsland gekauft.

    In den 1860er Jahren kam der Wunsch auf, die Dorfkinder vor Ort zu unterrichten. Hauslehrer übernahmen diese Aufgabe in privaten Räumen. 1952 erfolgte dann die Fertigstellung einer eigenen Schule. Heute ist das Gebäude vermietet. In Absprache treffen sich dort die lokalen Vereine zu ihren Versammlungen, und die Alte Schule dient als Wahllokal.

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  • Gudenhagen-Petersborn

  • Wanderwelt im Süden der Hansestadt

    Der jüngste Briloner Ortsteil besticht durch gepflegte Eigenheime. Ferienwohnungen und Pensionen laden zum Aufenthalt ein. Mehrere Spazierwege führen in die Kernstadt. Am Ortseingang begrüßt das mächtige Kyrill-Tor die Reisenden. Es erinnert an die Zerstörungskraft des Orkans im Frühjahr 2007 aber auch an den erfolgreichen Wiederaufbau.

    Rund um Gudenhagen-Petersborn-Pulvermühle laden ausgedehnte Wälder zu herrlichen Wanderungen rein. Ein lohnendes Ziel ist zum Beispiel der Borberg mit der uralten Wallburganlage Borbergs Kirchhof und der Marienkapelle. Für einen schönen Spaziergang ist die Baumallee perfekt. Einzigartig in Deutschland ist der Blindenwanderweg am Hängeberg. Auch ohne Augenlicht können Gäste auf diesem Rundweg eigenständig wandern. Start und Ziel ist das Sanatorium „Haus der Kriegsblinden“ am Waldrand.

    Wie ein kleiner See schlummert das riesige Waldfreibad inmitten der Berglandschaft. NRWs größtes Freibad umfasst enorme 6500 Quadratmeter Wasserfläche, weitläufige Liegewiesen, Rutschinsel und Spielplatz – ideal für schöne Sommertage.

  • Hoppecke

  • Historie hautnah

    Wer das Wandern durch ausgedehnte Wälder liebt, ist in Hoppecke richtig. Bis an den Dorfrand wachsen die Buchen und Fichten. Sie sind Ausläufer eines riesigen, unbewohnten Waldgebietes, das sich bis nach Willingen erstreckt. Romantisch windet sich das Flüsschen Hoppecke durchs Dorf.

    Die Alte Kirche von 1150 ist eines der beiden ältesten Bauwerke in Brilon. Dort sind Reste so genannter Lippoldsberger Konsolen erhalten, geschmückt mit eindrucksvoller Flachornamentik. In der 1931 erbauten Neuen Kirche fesseln ein Barockaltar aus dem Jahr 1705, imposante Heiligen-Statuen und eine Barock-Madonna den Betrachter. Beide Gotteshäuser sind baulich miteinander verbunden.

    In Hoppecke sind sehenswerte, historische Bauwerke erhalten geblieben. Darunter Peter Hendricks Haus, ein hervorragend restauriertes westfälisches Fachwerkhaus mit reichen Inschriften und Ornamenten. Oder die Landratsvilla, die Ortsunkundige wegen ihres Turmes oft für eine Kirche halten. Ein Kuriosum ist Wilmes Haus: Bis zur Bildung der Großgemeinde gehörte eine Haushälfte zur Gemeinde Hoppecke und die andere zur Stadt Brilon. Alle zehn Jahre führt der historische Briloner Schnadezug durch Hoppecke – und zur Gaudi des Publikums mitten durch Wilmes Haus!

    Wellness-Genuss und Wasserspaß erleben Gäste im Hallenbad. Radfahrer treten auf dem Talsohlen-Radweg in die Pedale.

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  • Madfeld

  • Dorf an den Dolmenfeldern

    Der Graf von Padberg gebot einst über „sein“ Madfeld. Schon 1238 fand das Dorf Erwähnung.

    Eine Besonderheit sind die beiden Dolmenfelder an der Straße von Madfeld nach Bleiwäsche und östlich davon: Große, unbehauene Felsbrocken geben dort Rätsel auf. In der Madfelder Flur entdecken Wanderer mehrere interessante Baumgruppen, so die Almer Linde mit Heiligenhäuschen.

    Im Dorf ist die Pfarrkirche St. Margaretha mit dem Hochalter von 1591 sehenswert. Wie ein Freiluft-Kino ist das Milleniumtor gestaltet: Auf 500 Metern Höhe umrahmt die Konstruktion kilometerweite Fernsicht in den Naturpark Diemelsee. Picknickbänke laden dort zum Verweilen ein.

    Am Ende eines Holzweges liegt der Wolfgangsee – ein guter Startpunkt für Wanderungen oder Radtouren in die Umgebung. Ganz in der Nähe von Madfeld gibt es ein wesentlich größeres Gewässer: die Aabachtalsperre, die schon zum Kreis Paderborn gehört. Sie ist Trinkwasserspeicher und daher für den Wassersport gesperrt, aber perfekt für Spaziergänge.

    Hier gibt es außerdem ein Schwimmbad mit Sauna.

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  • Messinghausen

  • Naturidyll am Diemelsee

    Von Wald und Hügeln umgebene Häuser, grasende Kühe, und friedlich plätschert das Flüsschen Hoppecke durchs Tal: Messinghausen ist eine ländliche Idylle an der Landesgrenze zu Hessen. Nicht weit entfernt ist der Diemelsee.

    Messinghausen ist vornehmlich ein Wohnort, die meisten Einwohner pendeln zur Arbeit nach Brilon oder in andere Orte. Überregional bekannt ist das Dorf für seinen „See im Berg“, einen ehemaligen Steinbruch, der mit Regenwasser vollgelaufen ist. Das klare Gewässer ist ein beliebtes Revier für fortgeschrittene Taucher.

    Auf dem Sticklenberg steht das sieben Meter hohe Konstantinkreuz. Es erinnert an die Beendigung der Christenverfolgung durch Kaiser Konstantin im Jahr 313 und ist zur 1600-Jahr-Feier 1913 errichtet worden. Bei klarem Wetter schauen Wanderer von dort aus bis zu den Bruchhauser Steinen.

    Anstelle der einstigen Dorfkirche steht heute die 1967 und 1978 erbaute Kirche St. Vitus. Monstranz und Figuren stammen noch aus der Barockzeit. Den Innenraum hat der Bildhauer und Maler Theodor Sprenger gestaltet. Stehen geblieben ist die Ruine des Glockenturms, der zur ehemaligen Kirche von 1880 gehört.

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  • Nehden

  • Urzeittiere und feinster Marmor

    Die Geschichte des Ortes beginnt um 1100: Grundbesitzer war damals der Graf von Bomeneburg, den im Mittelalter die Herren von Nehden ablösten. Schließlich erwarb das Kloster Bredelar die Liegenschaft. Heute ist das ländlich geprägte Nehden ein beliebtes Feriendorf.

    Berühmtheit erlangte der Briloner Ortsteil 1978, als Arbeiter in einem ehemaligen Steinbruch auf Fossilien eines Iguanodon stießen. Binnen drei Jahren gruben die Forscher daraufhin 1500 Knochen und Knochenfragmente des „Leguanzahns“ sowie anderer Tiere wie Schildkröten, Krokodile und Fische aus. Zwei Funde und ein Modell des Dinosauriers sind im Briloner Stadtmuseum zu bestaunen.

    Wer an der Fundstätte oder am Uhu-Felsen vorbei geht, gelangt alsbald ins romantische Mühlental. Dort entspringen die mehr als hundert Quellen der Alme. 

    Bekannt war Nehden auch für feinsten Marmor. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bauten Arbeiter das edle Gestein im Marmorbruch per Hand mit Hacken und Schüppen ab, um die Qualität nicht zu schmälern. Heute dokumentiert eine kleine Heimatstube das dörfliche Leben in früheren Zeiten.

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  • Radlinghausen

  • Das Briloner "Wagendorf"

    Der kleine, ländliche Ort mit dem idyllischen Teich in der Dorfmitte ist das einzige noch erhaltene Wagendorf in Nordrhein-Westfalen. Ein goldenes, achtspeichiges Rad im Wappen weist darauf hin.

    1306 tauchte Radlinghausen erstmals in den Urkunden auf. Seit dem 14 Jahrhundert schaltete und waltete dort die Familie Scharfenberg. 1483 ging der Ort in den Besitz des Klosters Bredelar über.

    In der Nähe des Dorfes liegen Fundstellen von Quarzkristallen – im Volksmund „Donnerkiele“ genannt. Aus Kalkstein-Bruch erbauten Bewohner von 1947 bis 1949 die Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit. In der Ortsmitte, mit Blick auf weite Felder und Wiesen, steht verträumt  ein Marienhäuschen. Attribute eines friedlichen Dorflebens im typischen Sauerländer Stil.

  • Rixen

  • Sakrale Kunst an der alten Handelsstraße

    Reisende Händler zogen einst an Rixen vorbei: Das Dorf liegt direkt am alten Soestweg, einem bedeutenden mittelalterlichen Handelsweg zwischen Soest und Brilon. Im 15. Jahrhundert lag das Dorf verlassen – und ebenso zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, als die Bewohner 1643 von Haus und Hof flüchten mussten.

    Ein Kleinod ist die 1987 eingeweihte Hubertus-Kapelle in der Dorfmitte. Maler und Bildhauer Ernst Suberg und sein Sohn Jürgen Suberg, der die Arbeiten nach dem Tod des Vaters fortführte, haben das kleine Gotteshaus in ein Kunstwerk verwandelt. Die Schützenbruderschaft spendete zu Ehren ihres Patrons das prächtige Hubertus-Fenster. Sehenswert sind auch die Plastiken und der Kreuzweg. Vor der Kapelle steht das von Jürgen Suberg gestaltete Friedensmal.

    Auch das Auferstehungskreuz auf dem Wollenberg hat Jürgen Suberg geschaffen: Gefertigt hat er es aus einem einzigen Eichenstamm. Aufgestellt wurde es 1992, als Ersatz für das durch Blitzschlag und Witterung zerstörte alte Kreuz.

  • Rösenbeck

  • Ort der Mythen und Sagen

    Das „Dorf der Linden“, Rösenbeck, ist ein sagenumwobener Ort. So hat das Hollenloch seit jeher die Fantasie der Menschen beflügelt. in der Tropfsteinhöhle mit ihren weit verzweigten Gängen, Hohlräumen und dem unterirdischen Wasserfall sollen einst Geister gehaust haben.

    Sogar von Wotans Gemahlin, Frau Holle-Hulda, erzählt die Legende. Und noch eine weitere Geschichte gibt es: Eine Bäuerin soll durch einen der Gänge ihrem Kalb gefolgt und unterhalb des Briloner Rathauses herausgekommen sein. Wissenschaftlich belegt ist, dass schon in der Steinzeit dort Bewohner wie die Höhlenhyäne Schutz fanden. Heute ist die Hollenhöhle Heimat vieler Fledermäuse. Nach Absprache mit der Tourist-Infomation ist eine Besichtigung möglich.

    In direkter Umgebung liegt der Felsen „Zur weißen Frau“. Geschichtskundige vermuten darin einen Hinweis auf das Volksmärchen „Frau Holle“. Der Berg war ein Kultplatz der Kelten und eröffnet einen schönen Ausblick nach Osten.

    Die letzten Mauerreste der stolzen Burg Altenfils sind leider verschwunden. Das Bauwerk war eine Festung Heinrichs des Löwen und der Erzbischöfe. Später hausten dort Raubritter und trieben in den Wäldern ihr Unwesen, überfielen Kaufleute und Pilger, brandschatzen Klöster und Dörfer. In jüngster Zeit haben dort Ausgrabungen begonnen.

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  • Scharfenberg

  • Was ist eine Fünfmännerbuche?

    Seit einer Brandkatastrophe anno 1847 ist der 1306 erstmals in den Urkunden erwähnte Ort schachbrettartig wieder aufgebaut. Früher war Scharfenberg bekannt für seine Besenbinderei. Längst verfallen ist die Burg Scharfenberg. Nur ein Gedenkstein erinnert an sie.

    Wunderbar erhalten ist indes die barocke, 1745 geweihte Pfarrkirche St. Laurentius. Der im Rokokostil ausgestattete Innenraum zählt zu den schönsten im Sauerland.  Kanzel, Marienaltar, der marmorne Hochaltar und die Orgel von 1754 sind ebenso sehenswert wie das Pastorat nebenan. Mit seiner Freitreppe und dem Mansardendach ähnelt es einem Herrenhaus.

    Der Hausberg Sonder ist den Aufstieg wert: Oben breitet sich Brilons höchste  Hochheide aus, und der Ausblick weit über das Land ist spektakulär. Ein spannendes Wanderziel ist auch das Naturdenkmal am Nordhang des Großen Fahrenbergs: Eine gewaltige Rotbuche mit fünf hohen Stämmen, die Fünfmännerbuche, wächst am Schnadewanderweg, genau auf der Grenze zwischen Briloner und Rüthener Gebiet.

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  • Thülen

  • Die Kalkkuppen der Briloner Hochfläche

    Des Öfteren kreisen kleine Flugzeuge über das Dorf, und ab und an schweben Fallschirmspringer durch die Lüfte. Die Maschinen starten am Flugplatz Brilon-Thülen. Viele Gäste brechen dort zu Rundflügen über das Hochsauerland auf.
    Die Geschichte Thülens geht auf die Gründung der St.-Dionysius-Kapelle auf Corvey  zurück. Bereits 1175 ist dann von der Pfarrkirche St. Dionysius die Rede. Es gibt Hinweise darauf, dass sie sogar noch früher entstanden ist. Die Pfeilerkirche ist eines der ältesten Gotteshäuser im Briloner Raum. Sehenswert sind der schöne Barockaltar und der Taufstein.

    Die Kirche ist ein perfekter Einstieg in zwei erlebnisreiche Rundwanderwege. Einer führt den „Hausberg“ Stemmel mit seinem Kreuzweg hinauf zur Briloner Hochfläche und durch das Freudental zur Kalkkuppe Schaake und wieder zurück. Der Bachschwinden-Rundweg am Flugplatz vorbei verdankt seinen Namen Bächen, die im Erdreich „verschwinden“ und unterirdisch weiter  fließen.

    Eine dieser  Bachschwinden findet sich auf der Hochfläche zwischen den Kalkgruppen Feldberg und Schaaken. Dort oben bauten Arbeiter noch bis 1985 Kalkspat ab – das „weiße Gold“ Brilons. In der Nähe Thülens sind zwei der wenigen Industriedenkmäler Deutschlands erhalten geblieben, die Gruben Grüberg und Eichholz 1.

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  • Wülfte

  • Ruheoase im Briloner Norden

    Wunderbar ländlich am Rande der Briloner Hochfläche gelegen, ist das 1246 als Besitz des Klosters Neuenherse nachgewiesene Wülfte ein friedliches kleines Dorf mit einem regen Vereinsleben.

    Ein Schatz des Ortes ist die denkmalgeschützte St.-Anna-Kapelle. 1690 gründete Deutschordenspriester Bartholomäus Gerwins das schmucke kleine Bethaus. Gottesdienst-Besucher bewundern den Barockaltar und den von Bildhauer Josef Hillebrand entworfenen gotischen Altar. Die Pieta der Kapelle stammt aus der Zeit um 1750.

    Von Wülfte aus führt ein Wanderweg zum Aussichtspunkt Bulsterkopf. Wanderer haben dort einen traumhaften Ausblick weit über die grünen Felder und bewaldeten Höhenzüge.

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