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Zeitzeugen der Geschichte von Brilon und Olsberg

Glaube trifft Geschichte - Entdecken Sie Zeitzeugen aus Stein in Olsberg und Brilon.

Kirchen und Kapellen in Brilon und Oslberg versetzen Sie in eine Welt des Glaubens und der spirituellen Sinnsuche. Zahlreiche, mehr oder weniger belegbare, Erzählungen ranken sich um die sakralen Bauten mit ihren gotischen Madonnen, barocken Taufbecken und ornamentreichen Altären. Kirchen erzählen viel über das Leben und Denken vergangener Generationen. Worauf hofften die Menschen und wovor fürchteten sie sich? Der Besuch einer Kirche in der Region Brilon und Olsberg gibt Ihnen mit Sicherheit interessante Einblicke und einige Denkanstöße mit auf den Weg.

Ebenso interessante Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen die fünf noch erhaltenen Schlösser in Privatbesitz in Olsberg oder die jahrhunderte alten Fachwerkbauten in den Dörfern Brilons. Folgen Sie uns auf eine Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

  • Kirchen in Brilon

    Propsteikirche St. Petrus und Andreas

    Hoch ragt der mächtige Westturm der Briloner Pfarrkirche St. Petrus und Andreas gen Himmel – das Wahrzeichen Brilons ist den beiden Aposteln geweiht. Ein wenig erhöht liegt das 1925 zur Propsteikirche erhobene Gotteshaus hinter dem Marktplatz. Es verleiht dem malerischen Altstadt-Ensemble feierliche Würde.

    Über Jahrhunderte haben die Briloner „ihre“ Kirche außen und innen immer weiter ausgebaut. 1220 begannen die Arbeiten. Um 1250 tauschten die Bürger den ursprünglich kleinen Westturm gegen den hoch heute erhaltenen frühgotischen Glockenturm aus und setzten diesem  vermutlich 1665 eine 31 Meter hohe Barockhaube auf.
    Das prachtvoll ausgestattete Kirchenschiff mit seinen vielen Details lohnt einen Besuch. Aus dem 14. Jahrhundert sind Malereien erhalten geblieben, darunter ein überlebensgroßes Bild des Heiligen Christophorus. Kostbarster Schatz ist das kupfervergoldete Pankratius-Kreuz aus der Zeit um 1100.

     

    Infos und Öffnungszeiten

    Die Briloner Pfarrkirche St. Petrus und Andreas ist täglich von 9.00 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und befindet sich an der Propst-Meyer-Straße.

    Infos zu Gottesdiensten, Ansprechpartnern etc. unter:

    www.pastoralverbund-brilon.de

    Nikolaikirche

    Die Nikolaikirche am Steinweg ist eine architektonische Rarität und wohl das letzte schöne Bauwerk Westfalens im Spätbarock- und Rokokostil. Mit ihren verputzten Bruchsteinmauern und dem geschwungenen Giebel ist sie ein wahres Schmuckstück.  
    Nur wenige Meter weiter westlich stand seit dem 13. Jahrhundert die Nikolaikapelle:  Vermutlich hatten Briloner Kaufleute, die oft ferne Ziele bereisten, sie zu Ehren ihres Schutzpatrons errichten lassen. Die heutige Nikolaikirche gehört zum 1652 gegründeten Franziskanerkloster. Nur einhundert Jahre hat es überdauert – das Gotteshaus von 1782 indes ist bestehen geblieben.  
    Sehenswert sind die verschiedenen, teils fein geschnitzten Altäre und die Figuren. Blickfang ist der hoch aufragende Hauptaltar, der Architektur, plastischen Schmuck und Malerei aufs Harmonischste verbindet und auch die beiden seitlichen Rokokotüren optisch einbezieht. Weithin bekannt ist die Briloner Nikolaikirche für ihre Kerzenkonzerte.

    Die Nikolaikirche befindet sich in der an der Kapellenstraße.

    Mehr Information: www.pastoralverbund-brilon.de

    Evangelische Stadtkirche

    Von der Entwicklung der evangelischen Gemeinde in Brilon legt die jüngste Kirche im Stadtgebiet Zeugnis ab. Bis zum 19. Jahrhundert gehörten Westfalen und damit auch die Stadt zu Kurköln und standen damit unter der Regentschaft des Kölner Erzbischof. Erst als das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und später das Königsreich Preußen  regierten, kamen die ersten evangelischen Christen nach Brilon.
    Sie legten anno 1855 nördlich der Altstadt den Grundstein der Evangelischen Stadtkirche und weihten sie nur ein Jahr später ein. Aus Bruch- und Sandstein errichtet, fügt sich die evangelische Stadtkirche perfekt in das Stadtbild ein. Im Glockenturm befindet sich eine der letzten mechanischen Turmuhren des Sauerlandes.
    Der Innenraum mit seiner hohen, flachen, von Balken gehaltenen Holzdecke ist mehrmals neu gestaltet worden. Altar, Taufstein und Kanzel bestehen aus echtem Sauerländer Schiefer. Noch aus dem Jahr 1908 stammt die außergewöhnliche pneumatische Orgel mit ihrem romantischen Klangbild.

    Die evangelische Kirche befindet sich an der Straße "Kreuziger Mauer".

    Mehr Information: www.kirche-brilon.de

  • Kirchen in Olsberg

    Pfarrkirche St. Martin zu Bigge

    Die schöne Pfarrkirche St. Martin zu Berge überrascht Kunstkenner mit einem wunderbar barock ausgestatteten Innenraum. Der reich mit Schnitzereien verzierte und illuminierte Hochaltar beispielsweise zeigt zwei Reliefs der Hochzeit zu Kana und der Anbetung der Könige.

    An der Stelle der heutigen Kirche, befand sich um 1222 eine Königshofkapelle. Vermutlich hat sie etwa einen Meter tiefer gelegen als die heutige Kirche – darauf lässt der steile Abstieg zum Treppenaufgang des Turmes schließen.

    Entstanden ist die heute denkmalgeschützte St.-Martin-Kirche in den Jahren von 1769 bis 1773. Fast wie ein kleines Schlösschen mutet sie an, prägt mit ihren Türmen und dem imposanten Portal das Ortsbild von Bigge. Ältester erhaltener Teil ist der wuchtige Turm: Etwa im 11. bis 13. Jahrhundert errichtet, beeindruckt er mit einer stattlichen Höhe von 50 Metern.

    Regelmäßig finden in der Kirche klassische Konzerte statt.

    Die Martinuskirche befindet sich an der Hauptstraße 59 in Bigge.

    Mehr Information: www.pastoralverbund-bigge-olsberg.de

    St.-Laurentius-Kirche zu Elleringhausen

    Für Kunstfreunde ist der Besuch der St.-Laurentius-Kirche zu Elleringhausen ein Muss. Denn die Inneneinrichtung hat der überregional bekannte Künstler Ernst Suberg zusammen mit seinem Sohn Jürgen Suberg gestaltet, einem ehemaligen Schüler von Josef Beuys. Wirklich sehenswert sind die hohen, schmalen, farbenprächtig gestalteten Glasfenster.

    St. Laurentius liegt in einem Wiesengrund am nördlichen Rand des Dorfes. Von außen ist die 1964 errichtete Kirche schlicht und modern gehalten. Ihr Turm steht etwas abseits.

    Der anerkannte Künstler Jürgen Suberg lebt in Elleringhausen und betreibt in einem modern umgebauten Fachwerkhaus am Ortseingang sein Atelier, wo er Gemälde und Skulpturen gestaltet.

    Die St.-Laurentius-Kirche befindet sich an der Elleringhauser Straße (Ortsausgang Richtung Olsberg).

    Mehr Information: Link zum Pastoralverbund Olsberg-Bigge

    Marien-Kapelle zu Heinrichsdorf

    Der Heiligen Maria Goretti, einer kindlichen italienischen Jungfrau und Märtyrerin, ist die Marien-Kapelle im ehemaligen Bergarbeiterdorf Heinrichsdorf geweiht. Gottesfürchtige Dorfbewohner haben mit ihren Spenden den Bau ermöglicht, sodass 1954 Heinrichsdorf eine eigene Kirche hatte.

    Mit ihrem tief gezogenen Dach ist die Marien-Kapelle ein anmutiges Kleinod von schlichter Eleganz. Bemerkenswert ist der „Holzhimmel“: Die Decke besteht komplett aus diesem natürlichen Material. Auch der Boden ist aus Holz gefertigt. Wer einen Ort zur inneren Einkehr sucht, findet in der Marien-Kapelle Ruhe und Frieden.

    Die Marienkapelle befindet sich am Bergmannsweg in Heinrichsdorf.


    Küsterlandkapelle zu Assinghausen

    Verträumt liegt das verputzte Bruchsteingebäude der Küsterlandkapelle im Rosendorf Assinghausen unter alten Bäumen. Ein Türmchen krönt das schiefergedeckte Dach.

    Geweiht ist die 1758 erbaute Küsterlandkapelle der schmerzhaften Mutter Gottes. An einem alten Handelsweg gelegen, kehrten dort einst Fuhrleute zum stillen Gebet ein und baten um glückliche Weiterreise. Moderne Menschen tun es ihnen nach: Die denkmalgeschützte Kapelle mit der Lourdes-Grotte  ist ein Wallfahrtsziel und Ausgangspunkt eines Kreuzweges. Schon Heimatdichter Grimme beschrieb die Prozessionen, die zur kleinen Kapelle führten.

    Außergewöhnlich ist der auf Schieferplättchen im Fischgrätenmuster gestaltete Fußboden. Den Altar ziert ein Vesperbild, das vermutlich vom Anfang des 16. Jahrhunderts stammt.

    Die Küsterland-Kapelle befindet sich an der Straße "Zum Küsterland", etwas abseits des Ortes.

  • Historische Gebäude in Brilon

    Rathaus in Brilon

    Drei Mal täglich schlägt die Briloner Rathausglocke und leitet ein viel beachtetes Schauspiel ein. Denn um 11, 15 und 17 Uhr öffnen sich die oberen Fenster und Figuren des Schnadezuges erwachen zum Leben. Untermalt vom „Jägerchor“ aus Webers „Freischütz“, stellt ein Glocken- und Figurenspiel einen uralten Sauerländer Brauch dar.

    Das um 1250 erbaute Rathaus, eines der ältesten in Deutschland, ist ein Stück Geschichte. Zur Blütezeit der Hanse diente es als Gildehaus: Heimische Handwerker, Krämer und auch fremde Kaufleute verkauften dort ihre Waren.

    Etwa 1755 erfolgte ein Umbau – zu dieser Zeit entstand auch die stilvolle Barock-Fassade des Gebäudes. Klugerweise behielt der waldeckische Baumeister Johann Matthäus Kitz die beiden mittelalterlichen Spitzbögen bei. Die Verbindung gotischer und barocker Elemente verleiht dem Gebäude einzigartiges Flair.

    Wer sich ein wenig Zeit nimmt, entdeckt viele Details. So die mittelalterlichen Siegel der Stadt im Giebel und Sockel des Bildstocks aus dem Jahr 1688, das Standbild des städtischen Schutzpatrons St. Petrus und vier Geweihe kapitaler Kirsche, die auf das Recht der „Hohen Jagd“ in der waldreichen Stadt verweisen.

    Das historische Rathaus befindet sich direkt am Marktplatz.

    Haus Hövener

    Erhaben residiert das Haus Hövener am Briloner Marktplatz. Das historische Gebäude stammt aus dem Jahr 1803. Eine einflussreiche Unternehmerfamilie, die ihr Vermögen im Bergbau und Eisenhüttenwesen gemacht hatte, erbaute es im klassizistischen Stil als Wohnhaus.

    Heute ist Haus Hövener ein Museum und legt dank zahlreicher Exponate beredtes Zeugnis von Brilons Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte ab. Die letzte Besitzerin Wilhelmine Hövener, Gründerin der Stiftung „Briloner Eisenberg und Gewerke – Stadtmuseum Brilon“, hat zu ihren Lebzeiten kaum etwas am Haus und dem Interieur geändert. Diesem Umstand ist zu verdanken, dass Besucher einen Blick in die Welt einer begüterten Familie um 1910 werfen können.

    Das Haus Hövener befindet sich direkt am Marktplatz.

    Mehr Information: www.haus-hoevener.de

  • Historische Gebäude in Olsberg

    Fünf Schlösser - fünf märchenhafte Ausblicke

    Wandern von Schloss zu Schloss – das ist in Olsberg möglich. Ganze fünf an der Zahl sind erhalten geblieben und zeugen vom feudalen Leben hoher Herrschaften in längst vergangenen Zeiten.

    Der Adelssitz Schloss Bruchhausen (Schloßhof 1), erbaut im 14. Jahrhundert, war ursprünglich im Besitz der Herren von Bruchhausen. Im 15. Jahrhundert ging das von Park und Gräfte umgebene Wasserschloss in den Besitz der Familie von Gaugreben über. Besucher schauen sich die alte Rentei und das Kutschenmuseum an, verweilen in der Hofbrauerei und im Rosengarten.

    In eindrucksvoller Panoramalage thront Schloss Gevelinghausen (Schloßstr. 1) in einem Hochtal. Dichterin Annette von Droste Hülshoff verweilte dort 1824 und 1831 als Gast. Das im 13. Jahrhundert von den Rittern zu Gevelinghausen errichtete Schloss mit seinen Fachwerktürmen und der Schlosskapelle ist heute ein Tagungshotel.

    Schloss Schelleinstein in Bigge (Schloßweg 1) stammt noch aus dem 12. Jahrhundert und bot mehreren adligen Besitzern Heimstatt, wie Gerardus de Bigge und der Familie Wrede zu Schellenstein. Im 13. Jahrhundert sind Schloss Antfeld sowie Schloss Wildenberg in Brunskappel (Negertalstraße) erbaut worden. Die Schlösser  befinden sich in Privatbesitz, stellen von außen betrachtet aber einen „märchenhaften“ Anblick dar.

    Zehntspeicher und Buskers Haus

    Im Rosendorf Assinghausen fällt ein stattliches, mit Inschriften verziertes Fachwerk-Gebäude ins Auge. Grüne Türen setzen Akzente zum Schwarz-Weiß der Fassade. Es ist Buskers Haus - das älteste Bauernhaus im Dorf und das bedeutendste von mehreren teils denkmalgeschützten Fachwerkhäusern entlang der Grimmestraße. Erbaut wurde das historische „Schätzchen“ 1688 und ist mit teils massivem Tonnengewölbe unterkellert.

    Noch älter ist der historische Zehntspeicher von 1556. Einst lagerten die Bauern dort ihren „Zehnten“, die zehnprozentige Naturaliensteuer. Heute ist dort ein kleines Heimatmuseum beherbergt.

    Die historischen Gebäude in Assinghausen befinden sich in der Nähe der Grimmestraße.