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Philippstollen Olsberg

Einst war das Sauerland ein bedeutendes Bergbaurevier. Wie beschwerlich die Bergleute unter Tage Eisenerz abbauten, empfinden Besucher im Philippstollen „hautnah“ nach. Die Bergbaugeschichte der Region reicht weit zurück. Vermutlich schon in vorchristlicher Zeit gewannen Arbeiter auf dem Gipfelkamm des 660 Meter hohen Briloner Eisenberges oberflächlich gelagertes Eisenerz aus muldenartigen Löchern – den so genannten Pingen.
Um an die begehrten Erzvorkommen im „Bauch“ des Berges zu gelangen, trieben die Bergleute dann im 18. Jahrhundert vier Stollen ins Felsgestein. Quellen belegen, dass im Jahr 1855 am Eisenberg 3108 Tonnen Eisenstein gewonnen wurden. Nach Ende der Blütezeit musste das Bergwerk „Briloner Eisenberg“ 1916 aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Noch heute entdecken Wanderer die Eingänge von Max-, Kirschbaum- und Allerheiligen-Stollen und dazugehörige Verladerampen. Sogar die Eisenspuren, die die Transportwege rostrot färbten, sind noch klar zu erkennen.

  • Besucherbergwerk Philippstollen

    Einzig noch begehbar ist der am tiefsten gelegene und mit tausend Metern auch längste Schacht der Grube Eisenberg, das Besucherbergwerk Philippstollen. Ausgestattet mit Grubenhelm und Kittel begeben sich die abenteuerlustigen Besucher in den dunklen, engen Gang, der in den Abbaustollen führt. Begegnungen mit Fledermäusen, die hier tagsüber schlafen, sind nicht ausgeschlossen. Erfahrene Bergwerksführer begleiten Gäste bei ihrem Abenteuer unter Tage und erklären, unter welchen Bedingungen die Bergarbeiter vom 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts ihre schwere Arbeit taten.
    Die Verhüttung fand anfangs direkt am Fundort statt, später verlagerte sich die Verarbeitung in die Täler. Einflussreiche Familien, die sogenannten „Gewerken“, betrieben die Bergwerke und Verhüttung. Hieraus entstand auch die traditionsreiche „Olsberger Hütte“, die heute international exportiert.

    Die vier Stollen der Grube Eisenberg:

    • Philipp-Stollen: Am tiefsten gelegener Stollen (600 m)
    • Max-Stollen: Heute ein bedeutendes Winterquartier für Fledermäuse, daher auch gesperrt für Besucher.
    • Kirschbaumstollen
    • Allerheiligenstollen

    Informationen und Kontakt

    Öffnungszeiten

    Die Führungen im Philippstollen finden von Mai bis Oktober freitags um 16.00 Uhr nach Anmeldung statt.


    Preis

    Erwachsene: 4,00 €
    Kinder: 2,00 €


    Kontakt

    Tourist-Information Olsberg
    Ruhrstraße 32
    59939 Olsberg

    Tel.: 02962 -97370 
    E-Mail: info(at)ts-olsberg.de

     

    Leiter des Arbeitskreises „Bergbau“
    Günter Senger

    Am Heidfeld 1
    59939 Olsberg
    Telefon: 02962 5692
    E-Mail: guenter.senger(at)gmx.de

    www.philippstollen.de

    Bei allen Angaben zu Preisen und Öffnungszeiten sind Änderungen vorbehalten!