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Borbergs Kirchhof

Geheimnisvolle Mauerreste, Wälle, Gräber und Hügel regen die Fantasie an. Was mag einst an diesem Ort geschehen sein – dieses Rätsel stellt sich dem Wanderer unwillkürlich. Borbergs Kirchhof ist einer der geschichtsträchtigsten Plätze der gesamten Region.

Und tatsächlich sind einige der Relikte auf dem Borberg uralt. Forscher haben herausgefunden, dass die ältesten Erdwälle aus der Zeit um Christi Geburt stammen, als germanische Stämme auf die Kelten stießen. Damals boten die Aufschüttungen Schutz vor einfallenden Feinden. Im achten und neunten Jahrhundert, etwa als Karl der Große das Fränkische Reich regierte, entstand als Befestigungsanlage eine Mauerburg, die vermutlich fränkischen Truppen als Etappenstation diente.

Die Ruinen der Borbergterrassen strahlen bis heute eine starke Faszination aus – und sie erzählen Geschichte. Im zehnten Jahrhundert war die Grafenburg im Besitz der in Geseke ansässigen Haholte, später dann Eigentum der Stadt Brilon. Den Annalen zufolge soll die Stadt auf dem „Borrenberge“ auch ein kleines Nonnenkloster besessen haben. Ausgrabungen haben die Grundmauern einer Kirche, das Tor und die Fundamente einer Kapelle und eines Friedhofs aus dem 13. Jahrhundert zutage gefördert.

Wanderer genießen auf dem Borberg am Rothaarsteig eine spektakuläre Aussicht auf Olsberg und die Sauerländer Bergwelt, studieren die Schautafeln der Wall- und Maueranlage und besuchen die Marienkapelle – auch Friedenskapelle genannt, ein Mahnmal in bewegten Zeiten, das seit 1925 hoch auf der Klippe thront.

Borbergs Kirchhof befindet sich am Rothaarsteig und ist zu Fuß erreichbar. Vom Wanderparkplatz nahe der Hiebammenhütte Brilon oder dem Waldhotel Schinkenwirt in Olsberg ist er in einer halben Stunde zu erwandern.