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Seelenorte in Brilon & Olsberg

„Vergesst mir die Seele nicht.“ Ein Ausspruch Pfarrer Kneipps zur Ordnungstherapie, die für ihn grundlegende Säule des Naturheilverfahrens. In unserer hektischen, digitalisierten und globalisierten Welt wird die Rückbesinnung auf die innere Balance und die Entschleunigung des Alltags immer bedeutsamer.

Brilon, Olsberg und die Sauerland Wanderdörfer haben sich daran gemacht, kleine Fluchtpunkte aus dem Alltag für Wanderer und Ruhesuchende zu schaffen. Mit den Themen Achtsamkeit und innere Einkehr beschäftigt sich das Projekt „Sauerland-Seelenorte“. Elf Städte des Sauerlands, denen das Thema Wandern besonders am Herzen liegt, haben sich zur ersten zertifizierten „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ zusammengeschlossen, so auch Olsberg und Brilon. Im Jahr 2019 wurden zusammen mit dem Team des Netzwerks „Wege zum Leben“ insgesamt 43 „Seelenorte“ ausgesucht, sieben davon rund um Brilon und Olsberg. Die Seelenorte berühren die Menschen, emotional, geistig und spirituell, sie inspirieren. Jeder Seelenort hat seine eigene Geschichte, doch alle verbindet ein Thema: Die lebendige Stille.

 

Ginsterkopf – Enge und Weite

Am Rothaarsteig klettert man über schmale, schattige Pfade hinauf zum 360°-Panorama.
Auf dem Gipfel entsteht ein Kontakt zu „etwas Größerem“.

 

Friedenskapelle Elleringhausen – Danke fürs Leben
Errichtet auf dem Ruthenberg von Kriegsheimkehrern, spürt man hier die Sehnsucht nach Frieden und die Dankbarkeit der Überlebenden. Aber auch die Verzweiflung über das Leid, das sie miterlebten.

 

Eisenberg - Angst und Vertrauen
Im engen Philippsstollen wechseln sich beklemmende Gefühle aufgrund der Bedrohlichkeit des Berges mit der Bewunderung für die Bergleute ab, die sich hier im 18. Jahrhundert zentimeterweise vorwärtsplagten, um an das begehrte Eisenerz zu gelangen.  

 

Borberg – Trauer und Erlösung

Hoch oben auf dem Rothaarkamm liegt eine karolingische Wallburg, die sogar Karl der Große des Öfteren besuchte - wegen der guten Aussicht auf verfeindete Truppen im Ruhrtal. Ein Ort der Zuflucht, aber auch des Krieges. 800 Jahre später kamen Pestopfer hierher zur letzten Ruhestätte. Ein Ort des Schmerzes, aber auch der Erlösung.  

 

Schmalah-See – Im Fluss

See der Gegensätze. Mal ist die Wasseroberfläche glatt wie ein Spiegel, ganz ruhig, und mal aufgewühlt. An manchen Stellen ist das Ufer aufgeräumt und ordentlich, an anderen wieder wild und urwüchsig, ganz so, wie die Gedanken des Betrachters.
 

Almequellen - Geburt und Wachstum

Wie aus dem Nichts entspringt im Mühlental aus 104 Quellmündungen die glasklare Alme. Es sprudelt, gluckert und blubbert. Schnell erwächst daraus ein munterer Bach, der sich in einem Teich aufstaut. Eine natürliche Rarität, das Wunder der Geburt.
 

Landschaftstherapeutischer Weg –Achtsamkeit

Das Unerwartete ist das Besondere. Der 1,3 Kilometer lange Rundweg wühlt auf: Ein feuerroter Feenkranz schwebt zwischen den Bäumen. Leise läuten die Glöckchen des Feenklangs im Wind. Ein Grottensteg, der in eine Sackgasse führt - und zehn weitere Erlebnisse. Die Irritation führt zum bewussten Erleben der Sinneseindrücke und damit zum Kern der Achtsamkeit.
 

Das Magazin "Lebendige Stille" steht Ihnen hier und das Extraheft Sauerland-Seelenorte Brilon-Olsberg hier zum Download sowie in unseren Tourist-Infos zum Mitnehmen bereit. 

 

Auf der Seite der Sauerland-Wanderdörfer erfahren Sie hier Weiteres zu allen Sauerland-Seelenorten .